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Von
Rheine nach Norddeich |
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Die Kursbuchstrecke 280 beginnt
eigentlich in Hamm und geht über Münster, Rheine, Lingen, Meppen,
Aschendorf, Papenburg, Leer und Emden bis Norddeich-Mole an die
Küste. Allerdings hat nur der Abschnitt Rheine - Norddeich aufgrund des
Dampflokeinsatzes in den 1970er Jahren Berühmtheit erlangt, und viele
Leser dieser Seite werden ihn noch selbst erlebt haben und sich beim
Anblick der Bilder lebhaft erinnern - dennoch scheint mir - auch im
Hinblick auf über 30 Jahre, die seitdem vergangen sind - ein kleiner
Rückblick zur Entwicklung des Traktionswandels nicht fehl am Platz.
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Anfang der 70er Jahre wurde das Bw Rheine, das die Hauptlast der
Zugförderung auf dem nicht elektrifizierten Abschnitt der
Emslandstrecke hatte, zum Auslauf-Bw aller ölgefeuerten Dampfloks der
DB. Aus Osnabrück, Kassel und nach 1972 auch aus Hamburg-Altona
kamen die Baureihen 012, 042 und 043 zum Bw Rheine, und später auch zum
Bw Emden, im Gegenzug wurden vorhandene kohlegefeuerte Dampfloks
abgegeben oder ausgemustert. Neben dem starken Güterverkehr, der
hauptsächlich vom Erztransport aus dem Emdener Hafen nach Süden
bestimmt war, waren es vor allem die dampfgeführten D- und Eilzüge, die
zugleich das letzte Einsatzgebiet der Baureihe 012 darstellten, die die
Eisenbahnfreunde faszinierten. Nachdem die DB mit aller Kraft den
Traktionswandel, insbesondere bei den Reisezügen, vorantrieb, und auch
der Einsatz der letzten 01er des Bw Hof im Jahr 1973 beendet worden
war, waren die D-Züge auf der Emslandstrecke ab 1974 die letzten
planmäßig von Dampfloks geführten Schnellzüge im Netz der DB - und
darüber hinaus auch die letzten in Westeuropa - geworden.
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Hinzu kamen auch jede Menge Güterzugleistungen, die die
Banhnbetriebswerke Rheine und Emden zu bespannen hatten. Am
bekanntesten waren zweifellos die 4000 t-Erzzüge aus Emden, die
planmäßig von zwei 043ern bespannt wurden, wobei bei Lokmangel auch
042er oder 044er zum Einsatz kamen, dazu eine ganze Reihe "normaler"
2000 t - Erzzüge, sowie entsprechende Leerwagenzüge, dazu Durchgangs-
und Nahgüterzüge (Dg und Ng), wobei 042er des Bw Rheine bis 1975 auch
noch bis Bentheim und Oldenzaal (NL), und in der anderen Richtung bis
Osnabrück und Löhne fuhren. Nur für einzelne Einsätze waren überhaupt
Dieselloks verfügbar. Die DC-Züge und einige Eilzüge wurden von
Oldenburger 216ern befördert, ebenso meist die VW-Züge mit PKW für den
Export nach Emden, daneben fuhren im Nahverkehr die Baureihen 212 und
624.
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Im November 1973 setzte die Ölkrise dem Einsatz der ölgefeuerten
Dampfloks für
ein paar Monate ein Ende. Hannoveraner 220 und Braunschweiger
216er
mussten kurzfristig die Reisezüge übernehmen, im Güterzugdienst wurden
die 043 durch 044, die in Koblenz-Mosel und Ehrang kurzfristig
entbehrlich waren, ersetzt, lediglich für die 042 galt kein
Einsatzverbot (offiziell begründet mit geringerem
Ölverbrauch, faktisch
war sie gar nicht zu ersetzen). Es zeigte sich bei dieser
Gelegenheit
wieder einmal, dass die DB keine Diesellokbaureihe besaß, die einer 012
oder
043 leistungsmäßig gewachsen war. Bereits im Januar 1974 durften die
ölgefeuerten Dampfloks zurück auf die Strecke.
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Dennoch war das Ende abzusehen, und die Fahrplanperiode 1974/75 sollte
die letzte werden, in der die Dampfloks noch uneingeschränkt im
Reisezugverkehr vorherrschten. Die notwendige Verlängerung der
Fahrzeiten war zum Sommerfahrplan 1975 kein Hinderungsgrund für die DB,
den Reisezugverkehr mit den Baureihen 216 und 220 zu verdieseln, die
durch Neubauten und Elektrifizierung bei anderen Bw's freigesetzt
worden waren. Für die schweren Güterzugleistungen hatte man jedoch noch
keinen Ersatz gefunden, weshalb die 042er und 043er 1974 und 1975
verstärkt "Auslaufuntersuchungen" im AW Braunschweig erhielten, um noch
für einige Jahre einen einsatzfähigen Dampflokbestand zur Verfügung zu
haben. Für die 042 existierte 1974 ein 16-tägiger Umlaufplan, für die
043 eine 9-tägiger, letzterer sah eine durchschnittliche km-Leistung
von 550 km pro Tag vor. Hinzu kamen allerdings beständig zahlreiche
Sonderleistungen.
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Zu Beginn des Sommerfahrplans standen dem Bw Rheine zehn 012er zur
Verfügung, die in einem 6-tägigen Umlaufplan eingesetzt wurden.
Im Einzelnen waren dies: 012 055, 061, 063, 066, 075, 080, 081, 082,
100 und 101. Zwischen Juni und September waren zusätzlich
Saisonschnellzüge zu
befördern. Sicher gab es zu früheren Zeiten schwerere D-Zug-Leistungen
mit höheren Geschwindigkeiten zu befördern (die
Streckenhöchst- geschwindigkeit auf der Emslandstrecke war noch auf 120
km/h begrenzt), aber die 012er waren durch genau diese früheren
Einsätze recht
stark verschlissen und Lokausfälle, teilweise auch durch größere
Schäden, häuften sich im Sommer 1974 so sehr, dass vermehrt 042er im
Schnellzugdienst einspringen mussten, was nicht ohne Verspätungen
möglich war. Der Mangel an einsatzfähigen 012er dürfte auch der Grund
gewesen sein, weshalb auch 1974 größere Schäden immer wieder im AW
Braunschweig instandgesetzt wurden.
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Dies alles führte zu einem regelrechten "Ansturm" von Fotografen, bei
weitem nicht
nur aus Deutschland, und ebenso oft und zahlreich wurden Fotos dieser
Einsätze veröffentlicht. Viele Fotostellen aus dieser Galerie dürften
daher bekannt sein, und sicher fehlt auch die eine oder andere, die
bereits seinerzeit in der Fachpresse gezeigt wurde. Zwangsläufig musste
ich mich bei der Auswahl der Aufnahmen beschränken, daher entstammen
fast alle hier gezeigten Aufnahmen dem Fahrplanabschnitt 1974/75,
dennoch hoffe ich, dass diese Galerie genug Eindrücke des
Dampfbetriebes
auf der Emslandstrecke vermittelt.
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Die Zahl der in diesen Jahren gemachten Fotos ist weitaus größer, so
daß ich an dieser Stelle schon ankündigen kann, dass irgendwann
eine Fortsetzung von Bildern folgen wird.
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Zu den Bildern und Bildtexten noch zwei Anmerkungen: 1.: Wenn nicht
anders vermerkt, waren die gezeigten Loks im Bw Rheine beheimatet. 2.:
Die gezeigten Farbbilder sind von Negativen gescannt, die nach über 30
Jahren durchweg ausgeblichen und farbstichig geworden sind, sie wurden
digital soweit aufbereitet, dass sie farblich akzeptabel sind. Die
Farbtreue bitte ich daher nicht an heutigen Qualitätsmaßstäben zu
messen.
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Und last not least: Sollten sich wider Erwarten Fehler eingeschlichen
haben, bin ich für eine Benachrichtigung dankbar!
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Galerieübersicht
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01
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Wenn man in Rheine angekommen war, musste man meist nicht lange warten,
bis man die erste Dampflok zu Gesicht bekam. So beeindruckend wie hier
war es allerdings nicht immer. 043 196-5 beschleunigt am 21. November
1976
eine leere Wagengarnitur eines 4000 t - Erzzuges aus dem Rbf. Auf den
vom Raureif glatten Schienen gewinnt der Zug nur schwer an Fahrt.
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Am
Nachmittag des 3. Januar 1974
kommt 042 096-8 mit einem Nahgüterzug
aus den Niederlanden durch den Pbf Rheine, den sie in Bentheim
übernommen hat.
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03
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In Rheine einzutreffen, ohne nach Hauenhorst ins Bw zu fahren, um
wenigstens ein paar Fotos zu schießen und ein paar Informationen zu
ergattern, war damals kaum vorstellbar. Am Abend des 3. Januar
1974 wird
012 075-8 gerade für einen neuen Einsatz gedreht, vermutlich ist es der
D 714.
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Der
erste Bahnhof nördlich von Rheine ist Salzbergen, hier zweigt die
Strecke in die Niederlande ab. Entsprechend weitläufig sind die
Bahnhofsanlagen ausgeführt. 042 018-2 ist am 25. 3. 1975 mit einem
Kesselwagenzug aus der Raffinerie Holthausen am Ausfahrsignal zum
Stehen gekommen und wartet die Kreuzung eines Reisezuges zum
Grenzbahnhof Bentheim ab.
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Die
Überholung eines Güterzuges durch einen D- oder Eilzug gehörte auch
auf der Emslandstrecke zum Alltag. 043 121-3 hatte es am gleichen Tag
mit ihrem Erzzug in Salzbergen erwischt.
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Nördlich von Salzbergen gab es an zahlreichen Feldwegübergängen viele
Fotomöglichkeiten. Bei Leschede ist hier am 5. August 1974
012 075-8 mit dem E 3259 nach Emden unterwegs.
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1736, ein Saisonschnellzug aus Norddeich, mit 012 063-4 bespannt, am
Nachmittag des gleichen Tages bei Leschede.
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Hin
und wieder wurde man auch an der Emslandstrecke überrascht. 042 358-2
ist als Leervorspann vor der 042 271 am 5. August 1974 mit einem
Schwellenzug unterwegs nach Lingen. Die Aufnahme entstand ebenfalls bei
Leschede. Wo die Gleiserneuerung stattfinden würde, verriet der Blick
auf die bereitliegenden Schienen im Gegengleis.
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Die
Rückleistung der 042 358-2 aus dem vorigen Bild war ein kurzer
Kesselwagenzug von der Raffinerie in Holthausen, als Ng 65680 im
seinerzeitigen Umlaufplan aufgeführt. Aufnahme zwischen Elbergen und
Leschede am 5. August 1974.
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Holthausen
bestand nicht nur aus einem Anschlussgleis, sondern auch aus einem
Rangierbahnhof. In voller Fahrt passiert 012 061-8 mit dem D 715 aus
Norddeich am 6. August 1974 den Schrankenposten. Links im Bild eine der
Dampfspeicherloks der Raffinerie.
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Auch
eine Facette der Emslandstrecke: Für den Einsatz in der Holthausener
Raffinerie gab es Dampfspeicherloks - hier die Nr. 2 der G.E.E., ein
B-Kuppler. Sie rangiert nach der Durchfahrt des D 715 mit einem Zug
aus Druckgaskesselwagen. Daten zur Lok sind bei den Quellenangaben zu
finden.
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Ebenfalls
bei Holthausen ist am 9. 8. 1974 043 666-7 vom Bw Emden mit dem Gdg
57516
unterwegs nach Süden. 25 mit Erz beladene Großraumwagen bilden wie
üblich 2000 t Zuggewicht. Die ölgefeuerte Lok zeigt dennoch keine
Zeichen besonderer
Kraftanstrengung.
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Kurz vor Meppen entstand dieses Bild. 012 081-6
"fegt" am 6. August 1974 mit D 1737 nach Norddeich vorbei. Nur 4 Tage
später, am 10. 8., erlitt diese 012 in voller Fahrt vor demselben Zug
nördlich von Salzbergen einen Bruch der mittleren Treibstange. Da das
Bw Rheine noch auf keine 012
verzichten konnte, wurde sie im AW Braunschweig wieder instandgesetzt.
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"Teglingen 3 km" steht auf dem Schild am linken Bildrand. Die
Blockstelle gleichen Namens, in deren Nähe am 6. 8. die Aufnahme
entstand, wird kaum mehr existieren. 042 083-6 bespannt an diesem Tag
anstelle einer 012 den
E 3259. Die "Verzierung" der Loknummer nach Art der DR-Dampfloks dürfte
auf Eisenbahnfreunde zurückgehen - und stieß bei mir
nicht auf Gegenliebe.
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Nördlich von Meppen boten zwei Brücken dankbare Fotostellen. Wieder ist
es der Gdg 57516, mit dem 043 085-0 am 6. August 1974
unterwegs von Emden nach Rheine ist.
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Ng 62116 war einer von mehreren Nahgüterzügen, die auf der
Emslandstrecke
verkehrten. 042 024-0 ist hier am gleichen Tag und an
demselben Standpunkt in Richtung Norden unterwegs.
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3 Tage später, am 9. August 1974, wird
042 210-5 mit dem E 3259 in
voller Fahrt an derselben Stelle auf den Film gebannt. Wieder steht
offenbar keine 012 zur Verfügung. In den Eilzugfahrplänen konnten die
042 durch bessere Beschleunigung oft ihre geringere
Höchstgeschwindigkeit ausgleichen.
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Nördlich von Meppen erstrecken sich
recht ausgedehnte Nadelwälder. Die "Hemsener Tannen" werden von der
schnurgeraden Bahnstrecke geräumig durchschnitten. Bei km 226 gewährte
ein Feldwegübergang Zugang zur Strecke. 043 167-6 ist am 9. August 1974
mit einem Lgo in südlicher Richtung unterwegs.
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Ein Bild in Gegenrichtung darf nicht fehlen: Die Emder 044 678-1 ist
hier am 6. August 1974 mit Gdg 57553, der aus der Leergarnitur eines
4000 t -Erzzuges gebildet wird, unterwegs nach Emden.
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Zwischen den Bahnhöfen Haren und Lathen befand sich wohl die
bekannteste Fotostelle der Emslandstrecke: Bei den Tinnener Tannen
überwindet die Emslandstrecke die einzige nennenswerte Steigung. Zwar
wird hier am 21. März 1975 der D 715 erwartet, aber der mit einer 212
bespannte N 7418 gerät zuvor noch vor die Linse und wird für ein
Probebild auch fotografiert.
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Und hier kommt er, der D 715, bespannt mit 012 075-8, die ein neues
Nummernschild an der Rauchkammer ziert. D 715 war der Zug
mit den kürzesten Fahrzeiten auf der Strecke. Einschließlich
Zwischenhaltes in Leer (2 Min.) waren 85 Min. Fahrzeit für die 141 km
(Emden - Rheine) vor- gesehen - das ergibt eine respektable
Durchschnittsgeschwindigkeit von 99,5 km /h.
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Bereits Minuten vor dieser Aufnahme
kündigte sich in der Ferne ein nie zuvor gehörtes Staccato von
Auspuffschlägen an. Mit etwas über 10 Minuten Verspätung war 042 320-2
anstelle der planmäßigen 012 und dem D735 nach Emden unterwegs, und
unüberhörbar musste die 042 auf dieser Fahrt im Kampf gegen die Zeit
ihr
Letztes geben. Aufnahme ebenfalls am 21. 3. 75.
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Ein schöner Anblick waren die DC, die fast vollständig aus Wagen in den
damals neuen Pop-Farben gebildet wurden. Passend zur Landschaft der
Name des DC 915: "Emsland" ! 216 039-8 vom Bw Oldenburg führt hier
südwärts über den "Lathener Berg", wie dieser 8 km lange Abschnitt
zwischen Haren und Lathen durch die Tinnener Tannen auch gern genannt
wurde.
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Noch etwas später am "Lathener Berg": 042 364-0 leistet 043 636-0
Vorspann vor dem Gdg 52918, einem 4000-Tonner. Die Dampffahnen zeigen,
dass beide Maschinen hier in der Steigung an der Leistungsgrenze
arbeiten.
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Ein schön gelegener kleiner Durchgangsbahnhof mit einem alten Stellwerk
war Ihrhove. 012 100-4 bei der Durchfahrt mit dem abendlichen, noch aus
Mitteleinstiegswagen gebildeten E 3265 nach Emden am 6.
August 1974. Auch sie hat einen weißen Rand aus Kreide um die Loknummer.
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043 336-7 beschleunigt am 8. August 1974 nach einem Kreuzungshalt einen
der zahlreichen 2000 t - Erzzüge. Aufnahme zwischen Leer und
Altschwoog.
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042 218-8 mit dem ersten Saisonschnellzug des Tages, dem D 1731 nach
Emden, am 7. August 1974
bei Eisinghausen nördlich von Leer aufgenommen. Auch diesmal stand
offenbar keine
012 zur Verfügung. Die Pop-farbenen D-Zug-Wagen im Zug waren ein
fotografischer Leckerbissen mehr.
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042 024-0 kommt mit einem Lgo aus Emden kurz vor Neermoor durch eine
der wenigen "richtigen" Kurven der Emslandstrecke, ebenfalls am 7. 8.
1974 aufgenommen.
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In voller Fahrt ist hier 012 063-4 in der scheinbar endlosen Weite
Ostfrieslands unterwegs. D 1735 bestand an diesem Tag zudem aus einer
schönen ein- heitlichen Garnitur aus modernen D-Zugwagen. Die "63"
wirkte mit
ihrer tiefer- gesetzten Nummer an der Rauchkammer und unverbeulten
Windleitblechen zudem besonders wuchtig. Aufnahme bei Oldersum am 7. 8.
1974.
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012 080-8 am Nachmittag des gleichen Tages mit D 735 bei der Durchfahrt
durch den kleinen Bahnhof Oldersum. Bedauerlicherweise trägt die Lok
nur noch ein "Behelfs-Nummernschild" an der Rauchkammertür.
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Ein schöner Ort zum Verweilen war auch eine Brücke über den Dortmund-
Ems-Kanal zwischen Oldersum und Petkum. In der Abendsonne des 20.
Mai 1975 brummt eine Oldenburger 216 mit DC 912 mit dem treffend
gewählten Namen "Ostfriesland" vorbei, gebildet aus neulackierten Wagen
in Pop-Farben. Orange war die Farbe der 1. Klasse, blau die der
2. Klasse.
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Der Blick von derselben Stelle in Richtung Nordwesten. Bei Nordwind und
klarer Sicht konnte man hier schon hören und sehen, wenn ein Erzzug in
Emden ausfuhr. Eine unerkannte 043 ist hier am 20. 5. 1975 mit Gdg
57522 unterwegs nach Süden. Die fast 2200 t Zuglast scheint die
043 fast mit Leichtigkeit zu ziehen.
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Der Bahnhof Emden darf nicht fehlen. Am 7. August 1974 läuft 012 100-4
mit dem D 1737 nach Norddeich-Mole ein.
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Als Besucher wurde ich im Bw Emden immer freundlich empfangen,
angesichts der vielen Besucher jener Jahre keine
Selbstverständlichkeit. Hier wartet 044 375-4 und eine Schwesterlok am
7. 8. 1974 auf den nächsten Einsatz, im Hintergrund eine weitere
Z-gestellte 044.
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Hier trügt der Schein! 094 640-0, zum Teil bereits ihrer Schilder
beraubt, und mit der ungültigen Bw-Anschrift "Hamburg-Rothenburgsort",
war
nur kalt ab- gestellt, erst im Oktober 1974 wurde sie Z-gestellt. Die
Lok war
buchmäßig im Bw Ottbergen beheimatet und als Leihlok beim Bw
Emden. Veröffentlichte Fo- tos belegen einen Einsatz der Lok Ende
August
mit aufgemalten Nummern.
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Eine "volle Breitseite" von einer 012 zu schießen, war nicht überall
möglich, schließlich war die 012 auch die längste aller betriebsfähigen
Dampfloks. Wieder einmal ist es 012 075-8, die hier auf die Emder
Drehscheibe rollt, um in Kürze den E 2730 nach Rheine zu bespannen.
Erst einen Monat zuvor hatte das AW Braunschweig die Lok nach einem
Rahmenriss wieder instandgesetzt.
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Wolkenverhangenes und diesiges Wetter herrscht am 8. August 1974 in
Norddeich, als 042 186-7 mit einem D-Zug den Molebahnhof verlässt.
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Bis zum Abend dieses 8. 8. kam die Sonne noch hervor. Nur in den
Sommermonaten fotografierbar war der D 730, der einzige Zug, der einen
Schlafwagen führte und der Norddeich-Mole abends um 19.07 h
verließ.
012 100-4, der heutigen Museumslok, ist dieses letzte Bild gewidmet.
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Hier
in Kurzfassung die Daten zur Dampfspeicherlok aus Bild 11:
Henschel 25460 1953 Bfl
1435 neu Wintershall AG, Lingen-Holthausen
"GEE 2" (Typ 12/2,5)
(nach Angaben von Joachim Leitsch).
Quellen:
- Eisenbahn-Kurier, Heft 51 und 2/75
- Lok-Report, Heft 1/74, 4/74, 5/74, 6/74
- Die Triebfahrzeuge der Deutschen Bundesbahn und
ihre
Heimat-Betriebswerke, Ausgaben:
Ende 1973 und Ende 1974.
- DB - Kursbuch 1974/75
- Dampfgeführte Reisezüge (EK-Verlag),
Sommerfahrplan 1974
- Dampfgeführte Reisezüge (EK-Verlag),
Winterfahrplan 1974/75
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